Original Kaiserjäger
DIE MUSIKKAPELLE


Mit ihren hinreißenden Programmen der schönsten Wiener Lieder, Walzer, Märsche und Melodien aus Österreich verzaubert die Traditionskapelle in ihren schmucken Uniformen ihre Zuhörer und lassen ein Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Wilhelm Furtwängler erzählte gerne von einer ihn tief beeindruckenden Begebenheit. Anlässlich einer Dolomitentour im Jahre 1914 traf er auf die Kapelle eines der Kaiserjägerregimenter:

„Die Berglandschaft, die Sonne, die Melodie, alles vermählte sich, war gleichsam eins. Es ist kein geringer Prüfstein für eine Musik, wie sie sich in freier Natur ausnimmt. Nie bin ich der Größe der Musik unmittelbarer innegeworden als damals.“

„Mir san die Kaiserjäger…“


Wenn die flotten Herren in den schmucken Uniformen mit klingendem Spiel durch die Wiener Hofburg ziehen, dann könnte man meinen, die Zeit wäre stehengeblieben. Fast fühlt man sich in die Zeit der Monarchie zurückversetzt. Dabei begann alles im Jahre 1815, als zum erstenmal Tiroler Kaiserjäger aufgestellt wurden und die österreichischen Kaiser als Regimentsinhaber fungierten. Ihre blau-grauen Uniformen haben eine grasgrüne Aufschlagfarbe und gelbe Knöpfe, berühmt ist ihr prächtiger Federbusch.  Die bedeutendsten Kapellmeister der Kaiserjäger waren Gustav Mahr, Karl Komzák und Karl Mühlberger. Mühlbergers Marsch „Mir san die Kaiserjäger“ zählt zu den beliebtesten und meist gespieltesten Werken der österreichischen Militärmusik.  Sogar Johann Strauß komponierte einen „Kaiser-Jäger-Marsch“. Am 18. Juli 1915 defilierte das 1. Regiment der Kaiserjäger mit ihrer Garnisonsmusik unter den Klängen des „Kaiserjäger Marsches“ vor Kaiser Franz Joseph im Schlosspark von Schönbrunn. Es war das letztemal, dass der greise Monarch den Vorbeimarsch einer Truppe abnahm.

Defilierende Kaiserjäger, Gemälde von Alexander Pock
Original im Heeresgeschichtlichen Museum Wien


Das goldene Zeitalter der österreichischen Militärmusik begann im 19. Jahrhundert, indem jedes k.u.k. Regiment eine eigene Militärmusik hatte. Viele bekannte Komponisten des 19. Jahrhunderts waren Militärmusiker : Fahrbach, Czibulka, Jurek, Komzák, Ziehrer, Lehár, Fucik und viele andere. Militärmusikkapellmeister hatten Offiziersstatus und trugen eine besondere Uniform.

Karl Mühlberger war der letzte Kapellmeister beim k.u.k. Tiroler Kaiserjägerregiment Nr. 1 Nach Ableistung seiner Dienstpflicht im IR 84 unter Karl Komzák und bei den Hoch- und Deutschmeistert unter Carl Michael Ziehrer übernahm Karl Mühlberger die Leitung der Kapelle des 1. Regiments der Tiroler Kaiserjäger. Zweimal wurde seine Regimentsmusik nach Bad Ischl bzw. nach Wien befohlen. 

Von seinen Kompositionen ist der Marsch „Mir san die Kaiserjäger“ bis heute lebendig geblieben.

Weitere berühmte Märsche der Kaiserjäger:
Andreas Leonhardt: „Kaiser Jäger Marsch“
Gustav Mahr: „Hoch Tirol-Marsch“, „Andreas-Hofer-Marsch“
Karl Komzák:  „Andreas-Hofer-Marsch“
Rudolf Achleitner: „Seyffertitz-Marsch“, „Tiroler Adler“ (früher Ehz.Ferdinand Karl Marsch)


Signale der Tiroler Kaiserjäger-Regimenter